Propolis, die heilende Kraft der Bienen

Propolis ist ein Naturprodukt der Bienen, vor allem bekannt für seine heilsamen Eigenschaften. Neben seinem Gebrauch zum Verschluss von Spalten im Bienenstock, hat Propolis noch einen anderen, ganz wesentlichen Nutzen, der ihm zu Recht den Ruf als "Antibiotikum aus der Naturapotheke" beschert. Die Bienen verwenden die antibakterielle, antivirale und antikotische Wirkung des Stoffs zur Desinfektion des Bienenstocks und zum Erhalt ihrer Gesundheit. Wie die Bienen begannen auch die Menschen vor vielen Jahrhunderten, sich die gesundheitsfördernde und vielfältige Wirkung von Propolis zu Nutze zu machen. Zahlreiche Berichte, welche teils bis in die Antike zurückreichen, beschreiben die erfolgreiche Anwendung von Propolis zur Behandlung verschiedenster, innerer, wie auch äußerer Beschwerden. Obwohl das Wissen um die heilende Kraft von Propolis zwischenzeitlich in den Hintergrund rückte, überdauerte es doch in der Volks- und Naturheilkunde. Heute erfreut es sich, auch und gerade aufgrund der einfachen und bedarfsorientierten Anwendung, die das Angebot diverser Darreichungsformen ermöglicht, immer größerer Beliebtheit.

Was ist Propolis?

Bei Propolis handelt es sich um eine aromatisch-duftende, harzartige Masse, die im Wesentlichen aus Harz, Bienenwachs, Pollen und ätherischen Ölen besteht. Die einzelnen Bestandteile des Bienenharzes variieren jedoch je nach Herkunft der pflanzlichen Inhaltsstoffe. Der süßliche Geschmack des Propolis kann je nachdem, also eine scharfe oder gar bittere Note bekommen und ebenso wie den hier üblichen gelbbraunen Farbton, auch eine grüne, rote oder schwarze Färbung haben.

Für das Leben im Bienenstock spielt Propolis eine essentielle Rolle in Sachen Hygiene und Krankheitsprävention. Die Kombination von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und engem Zusammenleben im Bienenstock bietet nämlich ideale Bedingungen für die Ausbreitung zahlreicher Krankheitserreger. Um dem entgegenzuwirken werden Spalten und Öffnungen im Bienenstock mit Propolis gekittet und so eine Dämmung von äußeren Einflüssen bewirkt. Aus diesem Grund wird Propolis auch als Bienenharz, Bienenleim, Bienenkittharz, sowie als Stopfwachs, Vorstoß, Kittharz oder Kittwachs bezeichnet.

Doch Propolis hat auch den wesentlichen Nutzen als natürliches Desinfektionsmittel. Zahlreiche Oberflächen im Bienenstock, so zum Beispiel auch das Wabeninnere, aber auch nicht entfernbare Fremdkörper oder Unrat, werden mit einem dünnen Propolis-Film überzogen. Dies dafür sorgt, dass sich vorhandene oder eingeschleppte Krankheitserreger nicht weiterentwickeln oder ausbreiten können.

Propolis in granulierter Form

Wirkung von Propolis

Auch als Naturheilmittel, welches den Menschen schon seit langem bekannt ist, ist es bis heute noch nicht gelungen, Propolis in seiner Gänze zu analysieren und künstlich zu produzieren. Etwa 180 verschiedene Bestandteile konnten bisher bestimmt werden, doch bleibt das Kittharz noch immer ein Stoff, den nur die Bienen selbst herstellen können. Eben diese Komplexität der Inhaltsstoffe und ihrer Wirkung erklärt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Propolis. Obwohl die einzelnen Komponenten je nach pflanzlicher Herkunft variieren, ist das Wirkspektrum trotzdem weitgehend gleich.

Propolis hat antikotische, antivirale, antimikrobielle, entgiftende, antiallergische, schmerzstillende, antibakterielle und antibiotische Eigenschaften. Besonders letztere hat dem Bienenharz seinen Ruf als "Antibiotikum aus der Natur" verliehen, was vor allem in seinem ursprünglichen Nutzen im Bienenstock zu sehen ist. Eben diese heilsamen Eigenschaften konnten auch bei der Behandlung diverser Beschwerden beim Menschen beobachtet werden.

Es gilt zu beachten, dass Personen mit einer Pollen- bzw. Bienenallergie auf die Anwendung von Propolisprodukten verzichten sollten. Ebenso scheinen Personen, die an Astma oder an Atopie, der familiär auftretenden Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber eigentlich harmlosen Stoffen aus der Umwelt, leiden, ein erhöhtes Risiko für die Auslösung schwerer allergischer Reaktionen durch den Stoff haben.

Anwendung von Propolis

In der Volks- und Naturheilkunde, wie auch in der Apitherapie, der Behandlung von Beschwerden auf Basis von Bienenprodukten, war und ist Propolis ein gern genutztes Heilmittel. Die vielfältigen Eigenschaften von Propolis können dank der unterschiedlichen Darreichungsformen, die auf dem Markt erhältlich sind, noch äußerst gezielt eingesetzt und Beschwerden effektiv behandelt werden. Von Kapseln über Granulate, Pulver und Sprays bis hin zu Cremes, Salben und Tinkturen kann das richtige Propolis-Produkt für den jeweiligen Bedarf gefunden werden. Durch die gute Verträglichkeit, die mit der Natürlichkeit des Stoffes einhergeht, ist eine einfache und selbstständige Anwendung zur Unterstützung von Heilungsprozessen bzw. der Steigerung des allgemeinen Befindens möglich.

Hierbei gilt zu beachten, dass Bienenprodukte Substanzen mit hohem Allergiepotenzial sind. Führen Sie ggf. einen Allergietest auf Ihrem Unterarm durch, um die Bekömmlichkeit vor einer regelmäßigen Anwendung zu testen und eine mögliche Unverträglichkeit auszuschließen. Ist das Vorliegen einer Bienen- und/oder Pollenallergie bekannt, sollte die Einnahme von Propolis, im besonderen die innerliche Anwendung, vermieden werden.

Im Falle einer Erkrankung ersetzt keine der hier aufgeführten Anwendungen die Konsultation eines Arztes oder die Einnahme eines notwendigen bzw. verschriebenen Medikaments. Bitte suchen Sie gegebenenfalls einen Mediziner auf und lassen Sie sich entsprechend beraten und behandeln.

Propolis Tinktur

Propolis Tinktur

Eine beliebte Darreichungsform von Propolis ist die Tinkur. Diese wird durch das Versetzen von Propolis mit Alkohol hergestellt, wobei sich das Bienenharz je nach Alkoholkonzentration ganz oder nur teilweise auflöst. Seltener wird auch der Einsatz von Wasser an Stelle von Alkohol als Lösungsmittel gewählt. Die Tinkturform ist in jedem Fall vielseitig einsetzbar. Für den äußeren Gebrauch können kleine, punktuelle Hautverletzungen oder -entzündungen zu gezielt behandelt werden. Bei Schleimhautreizungen, sowie zur Rachen- und Mundraumpflege kann das Produkt zur inneren Einnahme genutzt werden. Wird eine Tinktur mit Alkohol verwendet, sollte die Tinktur zur inneren Anwendung aufgrund des hohen Alkoholgehalts ausschließlich in verdünnter Form eingenommen werden. Hinsichtlich der genauen Anwendung und Dosierung des Produkts sollte die Herstelleremfehlung beachtet werden.

Propolis Salbe

Propolis Salbe

Die Nutzung einer Propolis-Salbe empfiehlt sich für die äußere Anwendung zur Behandlung von Hautverletzungen, -reizungen und -entzündungen. So können oberflächliche Wunden, Narben, Hämorrhoiden, Hautpilze, eitrige Ansammlungen unter der Hautoberfläche wie Abszesse, Furunkel oder Karbunkel, sowie leichte Verbrühungen und Verbrennungen allesamt mit Propolis-Salbe behandelt werden. Dies sollte jedoch nur bei leichter Ausprägung der Beschwerden oder ggf. bei Absprache zur Unterstützung der ärztliche Behandlung eingesetzt werden. Der Fettgehalt der Salbe, welcher je nach Hersteller variieren kann, pflegt die Haut, spendet Feuchtigkeit und legt sich als dünner Schutzfilm über die verletzte bzw. gereitzte Haut. Der wichtigste Wirkstoff der Salbe, das Propolis, schützt ebenfalls vor äußeren Einflüssen, hemmt entzündliche Prozesse und verhindert eine weitere Infektion der behandelten Stelle.

Propolis Kapseln

Propolis Kapseln

Diese Darreichungsform ist ein für die innere Anwendung vorgesehenes Nahrungsergänzungsmittel. Die Kapseln bestehen aus Propolis-Pulver, welches in Kapseln aus tierischer oder auch veganer Gelatine gefüllt und mit Wasser eingenommen wird. Es dient der allgemeinen Stärkung von Immunabwehr und Wohlbefinden, beispielsweise in der Erkältungszeit. Die Anwendung vor bzw. während des Aufretens erster Erkältungssymptome wie Hals- und Kopfschmerzen, Schnupfen oder Husten soll einem entgültigen Krankheitsausbruch entgegenwirken. Auch unabhängig dieses Krankheitsbildes und der derzeitigen Belastung des Immunsystems soll dieses durch Unterstützung und Stimulierung innere, wie äußerliche Entzündungen oder Reizungen besser abwehren können. Desweiteren soll eine regelmäßige Einnahme dieser Nahrungsergänzung in Kombination mit den Faktoren Ernährung und Bewegung zur Steigerung der Kondition beitragen.

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